Wie ein Tag am Meer
 
Tag am Meer

Die Möwen kreisen über dem scheinbar unendlichen Blau. Unter ihnen rauscht das Meer, dessen Wellen silbern in der Sonne glitzern, bis sie sich mit tosendem Weiß am Strand brechen. Sie bringen Muscheln, Steine und andere geheimnisvolle Schätze aus der Tiefe des Meeres ans Licht.

Der Sand ist weich und warm und kitzelt angenehm an den Füßen. Der Wind zerzaust einem das Haar, und die Seeluft weht einem mit aller Frische um die Nase. Die Luft schmeckt salzig und ... nach Freiheit und Abenteuer.

Am Horizont hinter dem Leuchtturm kann man ein Schiff erkennen. Bedächtig gleitet es mit seinen weißen Segeln in die Ferne. Auf den einsamen Dünen raschelt das Gras, lässt sich vom Wind streicheln.

Auf dem endlos langen Strand kann man stundenlang spazieren gehen, sich in Tagträumen verlieren oder die Augen nach kleinen Schätzen offen halten.

Wenn man keine Flaschenpost findet, dann wird es höchste Zeit, dass man selbst mal eine schreibt. Oder aber man stürzt sich in die kühlen Fluten, rennt mit den Wellen um die Wette und schlägt Purzelbäume am Strand.

Denn plötzlich ist sie wieder da, diese unglaubliche Energie. Sie scheint direkt vom Meer auf einen übergegangen zu sein. Das Meer macht den Kopf frei, die Seeluft braust in jeden Winkel des Körpers und pustet die Sorgen davon. Was bleibt, ist absolute Klarheit der Gedanken und das Gefühl der Freiheit. Man genießt den Fall in die Schwerelosigkeit, gönnt seinen Gedanken Freiraum und lässt sich ohne Rettungsring ins Abenteuer treiben.

Es gibt nur noch das Hier und Jetzt.

Man ist angekommen, am Meer und bei sich selbst.

Egal, ob am Meer oder zu Hause: Es gilt, das Leben in vollen Zügen auszukosten, es genussvoll in sich aufzusaugen und dabei einfach mal überhaupt nicht an das Morgen zu denken. Spüren wie gut einem diese Auszeit tut. Sich bewusst den Genüssen des Lebens hingeben und soviel Nachschlag davon holen wie man will. Ja - heute ist das Leben ein einziger Genuss!

Denn das Gefühl der Freiheit ist nicht nur eine Frage des Raums, der einen umgibt. Vielmehr muss man sich selbst befreien, von seinen Lasten, den Schranken im Kopf, all den Vorurteilen und seinen inneren Zwängen.

Warum sich nicht einmal ein paar Freiheiten herausnehmen, zwanglos und ungebunden seinen Wünschen nachgehen? Sicher hat der Alltag viele ungeschriebene Gesetze, aber wer sagt denn, dass man ihnen gleich immer folgen muss?

Und wenn die Wellen des Alltags wieder über einen hinweg schlagen und drohen einen unter der Monotonie zu begraben, dann sollte man sich Zeit nehmen, sich zurücklehnen und sich an das wohlige Rauschen des Meeres erinnern.

Das Meer kann überall sein, wenn man es wie einen wertvollen Schatz in seinem Inneren für sich aufbewahrt. Um Ruhe und Kraft aus dem unendlichen Blau zu schöpfen, bedarf es eigentlich nur einer Gedankenreise - und eben eine solche soll hier ermöglicht werden.

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