Dinge, divers - TeeTee ist eine echt feine Sache, sowohl
an kalten Herbst- und Winterabenden als auch in lauen Sommernächten. Es gibt ihn
in vielen verschiedenen Sorten, Geschmacksrichtungen und Farben - und ist immer
wieder lecker.
Für Linux gibt es standardmäßig einen "Teekocher" - für Windows kann man
hier einen "Teekocher" downloaden. Und während man Tee kocht und
anschließend ihn genießen kann, gibts hier was zum Lesen zum Thema Tee.
Geschichte des Tees
China gilt als das Ursprungsland des Tees. Dort wurde bereits vor etwa 5000
Jahren die wohltuende Wirkung des Teeblatts beschrieben.
Wie alles anfing
Die Legenden, die sich um die Entdeckung des Tees ranken, sind zahllos.
Eine davon erzählt davon, wie ein Zufall den chinesischen
Kaiser Shen Nung (2737 v. Chr.), der sehr auf Sauberkeit achtete und sich aus
diesem Grund sein Trinkwasser abkochte, auf den Tee-Geschmack brachte: Ein
Windstoß wehte einige Teeblätter in den Kessel mit kochendem Wasser, diese
färbten es golden und verliehen ihm ein angenehmes Aroma. Der Kaiser probierte
das Getränk und fühlte sich erfrischt. Tee wurde anschließend das Getränk im
"Reich der Mitte".
Erst im Jahre 552 nach Christus brachten buddhistische Mönche die Kunst der
Teezubereitung auch den Japanern bei. Bald versah man den Teegenuss mit einer
bis ins Detail festgelegten Zeremonie. Der Begriff Teeismus, der viel später
entstand, bezeichnet die fast religiöse Verehrung der Japaner für Tee.
Während der prunkvollen T'ang Dynastie (618-907 n. Chr.) wurde der Tee in China
zu einer verbreiteten Handelsware. Der Tee fand so Zugang zu allen
Gesellschaftsschichten und blieb nicht länger den gehobenen Klassen und dem
Klerus vorbehalten.
Im 8. Jahrhundert schrieb der Chinese Luh Yü im Auftrag einiger Teehändler ein
dreibändiges Buch über Tee. Damit entstand die erste niedergeschriebene
Geschichte des Tees, die zugleich eine Lobeshymne auf das inzwischen sehr
beliebte Getränk war. Luh Yü wurde noch viele Generationen später als
Schutzpatron des Tees verehrt.
Im Jahr 1610 kam die erste Teelieferung aus Japan auf Segelschiffen über Java
nach Amsterdam. Von da an waren die Holländer über 50 Jahre die einzigen
Tee-Importeure, die ganz Europa mit dem Getränk versorgten. 1669 stiegen die
Engländer mit in dieses Geschäft ein. Das Monopol für die Teeimporte hatte die
von ihnen gegründete East India Company bis 1833 inne.
Auch auf dem Landweg gelangte der Tee nach Europa. Mitte des 17. Jahrhunderts
kamen mit einer Karawane 200 Pakete Tee aus der Mongolei als Geburtstagsgeschenk
an Michael I., den ersten russischen Romanow-Zaren. Die Karawanen zogen von
Peking durch die Wüste Gobi, quer durch Sibirien, vorbei am Baikalsee und weiter
zur Wolga. Noch bis in das 19. Jahrhundert sagte man dem russischen Karawanentee
nach, er habe eine bessere Qualität als der auf dem Seeweg beförderte Tee, der
in feuchten, geteerten und dumpf riechenden Laderäumen gelagert war. Diesen Tee
zuckerte man aufgrund des unerwünschten Beigeschmacks.
1662 erfolgte die offizielle Einführung der Teestunde am Hofe des englischen
Königs Karl II. Damit wurde Tee auch in Europa gesellschaftsfähig und eines der
wichtigsten Handelsgüter
Englische Einwanderer brachten Ende des 17. Jahrhunderts den Tee mit in die USA.
Im Laufe der Zeit gewann er auch hier immer mehr Liebhaber, besonders in den
gehobenen Schichten, in denen damals Tea Partys veranstaltet wurden. Um 1760
stand Tee auf dem dritten Platz aller nach Neu-England importierten Güter. Darin
suchte England, das durch den Siebenjährigen Krieg in eine Finanzkrise geraten
war, eine neue Einnahmequelle. Der Tee wurde mit hohen Steuern belegt. Im ganzen
Land war dies der Anlass für heftiges Aufbegehren. Die East India Company
(größte Teehandelsgesellschaft) veranlasste daraufhin eine sofortige
Steuerreduzierung. Zu spät, man sann auf Rache. Am 16. Dezember 1773
verkleideten sich Mitglieder der Freimaurerloge Saint Andrew in Boston als
Mohikaner, enterten die im Hafen liegenden Schiffe der East India Company und
warfen 342 Kisten Tee über Bord. Dieser Zwischenfall, ironisch als "Boston Tea
Party" bezeichnet, markiert den Beginn der Befreiungskriege gegen die englische
Vorherrschaft in Amerika.
1834 gibt William Bentinck entscheidende Impulse beim Teeanbau in Indien. China
verliert daraufhin seine bis dahin vorhandene Teeanbau-Monopolstellung.
Nach dem Ende des Teeimport-Monopols entstand der britischen Schifffahrt ab 1834
vor allem von amerikanischer Seite eine heftige Konkurrenz. Um dieser Konkurrenz
standzuhalten, baute man die sogenannten Teeclipper: Segelschiffe mit vier oder
mehr Masten, scharfem Bug und schlankem Rumpf. Sie besaßen verhältnismäßig große
Ladekapazität bei niedriger Tonnage und erreichten hohe Geschwindigkeiten. Einer
der berühmtesten britischen Teeclipper ist die 1869 gebaute Cutty Sark, die
heute noch in Greenwich an der Themse zu besichtigen ist. Im Jahr 1869 wurde
auch der Suezkanal eröffnet, was den Weg zu den Teeanbaugebieten um ca. 7000 km
verkürzte. Dadurch wurde der Teetransport auch für Dampfschiffe möglich, die auf
dieser Route genügend Möglichkeiten zum Bunkern der Kohle fanden. Das Ende der
Teeclipper war gekommen, der Weg in das Zeitalter der modernen
Handelsschifffahrt begann.
Anfang des 20. Jahrhunderts wurde es Mode, zum Tee auszugehen. Immer mehr "Tea-Houses"
und Hotels boten Tea-Time und Teemenüs an. Der etwa 1913 aus Argentinien
importierte Tango sorgte insbesondere zum Nachmittagstee für noch mehr
Attraktivität. Unvergleichliche Tanztee-Veranstaltungen waren in den goldenen
20er Jahren der Megahit. Die Presse berichtete von ständig wachsender
Vernarrtheit in Tee-Tangos.
Heute ist Tee mit einer jährlichen Weltproduktion von 2,9 Mio. t Tee das
populärste Getränk der Erde.
Die Teepflanze
Der botanische Name der immer grünen Teepflanze, die zur Familie der Kamelien
gehört, ist nicht immer einheitlich gewesen und wurde mehrmals geändert. Der
schwedische Naturforscher Linné nannte die Pflanze zuerst (1753) Thea sinensis,
gab aber dann den Namen zugunsten zweier Unterarten auf, nämlich Thea bohea und
Thea viridis.
Nach internationaler Übereinkunft und Eintragung in den "Index Kewensis" lautet
der korrekte botanische Name nun Camellia sinensis und für ihre beiden
Unterarten var. sinensis (China Tee) und var. assamica (Assam-Tee).
Heute werden zumeist Teesorten angebaut, die aus Kreuzungen (Hybriden) der
Varietäten sinensis und assamica hervorgegangen sind. Unbeeinflusst gewachsener
Assam-Tee (Camellia sinensis var. assamica) entwickelt sich zu einem annähernd
kegelförmigen Baum von bis zu 15 m Höhe. Er besitzt eine starke Pfahlwurzel, die
dem Baum Festigkeit verleiht und mit ihren Seitenwurzeln Wasser und Nährstoffe
aufnimmt.
Da die Pflanze stehende Nässe nicht verträgt, entwickeln sich die Seitenwurzeln
oberhalb des Grundwasserspiegels. Sie ist anfällig gegen niedrige Temperaturen
und auf die häufigen, ergiebigen Niederschläge und die hohe Luftfeuchtigkeit des
tropischen Klimas angewiesen. Im Vergleich zum China-Tee treibt der Assam-Tee
größere Blätter und bringt höhere Erträge.
Der wild wachsende China-Tee (Camellia sinensis var. sinensis) verzweigt sich
schon an der Basis der Sprossachse zu einem etwa drei bis vier Meter hohen
Strauch. Er gedeiht auch in magerer Erde, erträgt sowohl leichten Frost als auch
längere Trockenperioden und die niedrige Luftfeuchtigkeit der Subtropen. Der
Strauch wächst langsam und blüht schon im 2. Jahr üppig. Drei bis 5 Jahre nach
dem Einpflanzen des Stecklings kann erstmals vom Teestrauch geerntet werden.
Die grünen Blätter werden von Hand gepflückt, wobei die zwei jüngsten oberen
Triebe und die Blattknospe ("two leaves and the bud") besonders hochwertige Tees
ergeben. Ob aus diesen Blättern Grüner oder Schwarzer Tee hergestellt wird,
hängt nur von der Art der Verarbeitung ab.
Was ist eigentlich Orange Pekoe, Broken Orange Pekoe Fannings und so weiter?
Verwirrend erscheinen dem Laien die Bezeichnungen, die sich auf die Blattgröße
(den Blattgrad) des fertigen Teeprodukts beziehen.
Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Blatt-Tees und kleinblättrigen Tees.
Letztere machen wegen des heute vorherrschenden CTC-Verarbeitungsverfahrens ca.
98 % der Weltproduktion aus. Die kleinblättrigen Tees haben ein intensiveres
Aroma als die entsprechenden Blatt-Tees. In ihrer Bezeichnung finden Sie immer
das Wort "broken" bzw. dessen Abkürzung "B".
Für Aufgussbeutel werden die kleinsten Blattgrade verwendet, die sogenannten
Fannings und Dust. Sie ergeben einen kräftigen, aromatischen Aufguss. Dabei
steht Dust in der Tee-Fachsprache für die allerfeinste Aussiebung und bedeutet
nicht etwa Staub.
Blattgrade geben nur Auskunft über die Größe der Teeblätter, nicht über deren
Qualität. Dabei ist ein Vergleich von Tees untereinander immer nur für ein
Anbaugebiet möglich. Tees verschiedener Herkunft unterscheiden sich nämlich auch
dann in Qualität und Geschmack, wenn sie die gleiche Bezeichnung (BOP, BP usw.)
tragen.
Die wichtigsten Blattgrade sind bei den Blatt-Tees:
Orange Pekoe (OP)
Ein großblättriger Tee mit Blattrippen und Stielen. Die Bezeichnung "Orange"
wird unterschiedlich erklärt: Manche führen sie auf einen früher in China
getrunkenen, mit Orangenblüten parfümierten Tee zurück, andere beziehen das Wort
auf das holländische "oranje", was soviel wie "königlich" bedeutet. Eine weitere
Deutung kommt aus dem Malayischen: "orang" für "groß".
Pekoes (P)
Die Blätter der Pekoe-Tees sind kürzer und dicker als die des Orange Pekoe.
Pekoes sind kräftiger im Aufguss als Orange Pekoes. Der Begriff "Pekoe" kommt
aus dem Chinesischen und bedeutet "weißer Flaum". Gemeint sind die jungen, noch
zarten Blätter oder Blattknospen.
Broken Orange Pekoe (BOP)
Ein feiner gebrochener Tee mit "Tips". Als Tips werden die hellen Teile
des Tees, also die Blattspitzen und -knospen junger, zarter Teeblätter
bezeichnet, die weniger Zellsaft besitzen und sich bei der Fermentation deshalb
nicht dunkel färben.
Broken Pekoe (BP)
Bei der klassischen Teeproduktion nennt man den Tee Broken Pekoe (BP), der mit
einer Schneidemaschine aus dem gröbsten Blatt geschnitten wird. Er enthält viele
Blattrippen und ergibt einen dünnen Aufguss. Bei der modernen CTC-Produktion ist
BP eine Sortierung für eine kräftige Qualität.
Broken Orange Pekoe Fannings (BOPF)
Bezeichnet eine feine Aussiebung des nicht geschnittenen Tees in der
orthodoxen Teeverarbeitung. Diese Blattgrade werden - wie alle Fannings - für
die Teebeutel-Herstellung verwendet. BOPF färbt sehr schnell dunkel, weil dem
Wasser durch die kleinen Teile eine große Angriffsfläche geboten wird. BOPF hat
vor allem bei Hochland-Tees (wie beispielsweise dem Darjeeling) ein
ausgezeichnetes Aroma.
Fannings (F)
Bezeichnet die beim Sieben anfallenden kleinen Teilchen des Teeblattes.
Dust
Dust bezeichnet die kleinste und letzte Aussiebung. Es ist jedoch falsch, Dust
in diesem Zusammenhang wörtlich mit Staub oder Abfall zu übersetzen. Er
bezeichnet vielmehr ganz fein gebrochene Teeblättchen, die sehr ergiebig sind.
Fannings und Dust werden meist zur Produktion von Tee in Beuteln verwendet, da
die feine und feinste Aussiebung dem kochenden Wasser eine große Oberfläche auf
kleinstem Raum im Teebeutel bietet und solche Tees sehr ergiebig und aromatisch
sind. Diese Teequalitäten sind also keinesfalls minderwertige Ware!
Fluff
Der tatsächliche Tee-Staub heißt "Fluff", sieht gelb aus und wird bei der
Produktion abgesaugt. Es handelt sich hierbei in erster Linie um die feinen
Haare mit denen die Unterseiten der jüngeren Blätter sowie die Blattknospen
bedeckt sind. Bei guten Markentees kommt Fluff nie in den Handel.
Tipps für die Tee-Zubereitung
Erst durch die richtige Zubereitung wird Teetrinken zum Genuss! Echte Teekenner
befolgen daher die 6 goldenen Tee-Regeln:
1. Verwende nur bekannte Markentees. Sie werden garantiert aus hochwertigen
Teesorten hergestellt.
2. Verwende, wenn möglich, dein heimisches Wasser wie es aus der Leitung kommt,
weil du dessen Geschmack kennst und es als "neutral" empfindest. Anderenfalls
verwende ein stilles Wasser mit möglichst geringem Eigengeschmack, z.B. Volvic
oder andere. Schwarztee muss grundsätzlich mit sprudelnd kochendem Wasser
aufgebrüht werden.
3. Lasse stark chlorhaltiges Wasser mindestens 2 - 3 Minuten sprudelnd kochen,
damit sich Kalk absetzen und Chlor entweichen kann. Koche das Wasser aber nicht
"tot".
4. Die Teekanne mit heißem Wasser ausspülen und vorwärmen.
5. Tee schmeckt besser, wenn er kräftig zubereitet wird. Gebe deshalb lieber
einen Beutel oder Teelöffel mehr in die Kanne. Serviere zum Tee Zucker oder
Kandis und Milch oder Sahne (keine Dosenmilch) sowie je nach Geschmack Zitrone.
6. Tee muss ziehen. Wie lange, hängt davon ab, wie du den Tee genießen möchtest
- in der Regel ca. 4 Minuten. Soll der Tee anregend und belebend wirken, dann
verwende lieber etwas mehr Tee und lasse ihn nur ca. 2 - 3 Minuten ziehen. Soll
der Tee beruhigend und entspannend wirken, lasse ihn etwas länger, jedoch nicht
mehr als 5 Minuten ziehen.
Teegenuss und der Rest der Welt
In vielen Gebieten der Erde ist Tee nicht einfach nur ein Getränk, sondern eine
Weltanschauung und fest in die jeweilige Kultur eingebunden. Im Laufe der Zeit
haben sich hier ganz bestimmte Regeln für den Umgang mit dem Naturprodukt
etabliert.
Amerika
In Amerika gibt es keine einheitliche Teezubereitung. Je nach
ursprünglichem Heimatland wird der Tee auf die unterschiedlichsten Arten
genossen. Amerika war jedoch Trendsetter für den Eistee. Erfunden wurde Eistee
bereits 1904, als der Teehändler Richard Blechynden seinen Tee aufgrund der
Hitze eines Sommertages über Eiswürfel gegossen hat.
Heute gehört Eistee, der mit Zucker oder Zitrone getrunken wird, zu den
bevorzugtesten Getränken in Amerika.
Der Siegeszug des Eistees hat inzwischen auch Europa erreicht.
Ostfriesland
In Ostfriesland wird fast soviel Tee getrunken (2400g /Kopf /Jahr,
durchschnittlich ca. fünf Tassen pro Tag) wie in England. Die Ostfriesen waren
die ersten, die in Deutschland Tee tranken.
Mit einem Schuss Rum wurde starker Tee bald ein beliebtes Getränk. Auch heute
ist die traditionelle, mehr als 300 Jahre alte Teeleidenschaft der Ostfriesen
ungebrochen. Bis zu fünfmal täglich genehmigt sich ein echter Ostfriese seine
drei "Koppkes" - weniger als drei Tassen Tee zu trinken ist nicht ostfriesisch.
Der von der Bevölkerung als Grundnahrungsmittel angesehene Ostfriesentee besteht
aus einer Mischung von überwiegend nordostindischen Assam-Tees. In die Tasse
kommt zunächst ein dickes Stück Kandis - Kluntje genannt - dann wird der Tee
eingeschenkt und ein wenig "Rohm" (ungeschlagene Sahne) beigegeben - Umrühren
ist verpönt. So genießt der Ostfriesentee-Trinker als erstes den Tee mit dem "Wulkje"
(Sahnewölkchen), dann den herben Teegeschmack und schließlich den gesüßten Tee
vom Boden der Tasse.
England
Für die Engländer ist Tee und Teetrinken mehr als eine Tradition oder ein
wärmendes Getränk: Sie haben es zu einer Lebensart stilisiert. Der Engländer
trinkt im Schnitt sechs Tassen Tee pro Tag.
Die erste Tasse nimmt er oft noch vor dem Frühstück zu sich: den Early Morning
Tea. Anschließend trinkt er den Breakfast-Tea, um dann zur Tea Time den
traditionellen Fünf-Uhr-Tee zu genießen. Dabei wird der Tee stark zubereitet und
mit frischer Milch serviert. Und zwar nach dem "m.i.f." (milk in first)-Prinzip.
Schon im vorigen Jahrhundert avancierte dieser "Afternoon Tea" zu einem
gesellschaftlichen Ereignis, zu dem in der Oberschicht elegante Kleidung,
kostbares Teegeschirr und ausgewählte Speisen wie Gebäck und Kuchen gehörten.
Japan
Bis ins kleinste Detail ausgefeilt ist die japanische Teezeremonie, abgeleitet
vom Zen-Buddhismus. Für diese kunstvolle Form des Teekonsums zu besonderen
Anlässen werden spezielles Zubehör und ein grüner Pulvertee, Matcha, verwendet,
der mit einem Teebesen in der Trinkschale dickflüssig geschlagen wird. Jeder
Handgriff der Teezeremonie ist genau vorgegeben
Russland / GUS
Im Mittelpunkt der russischen Teetradition steht der Samowar, ein großer
Behälter aus Kupfer, Bronze oder Porzellan. Eine kleine Kanne ("Tscheinik") mit
extrem stark aufgegossenem Tee krönt den Behälter. Im Samowar wird das Teewasser
durch glühende Holzkohle, die sich in einer kaminartigen Röhre im Innern des
Behälters befindet, auf dem Siedepunkt gehalten.
Heute wird der Samowar auch elektrisch beheizt. Mittels eines kleinen Hahnes
gießt man das heiße Wasser aus dem Wasserbehälter in die Tasse. Der Tee-Extrakt
in der Kanne wird im Verhältnis 1/3 zu 2/3 mit dem heißen Wasser gemischt.
In Russland wird Tee häufig ohne Milch und meist aus Gläsern getrunken. Die
asiatisch-muslimischen Bevölkerungsgruppen trinken den Tee auch gerne mit Milch.
Beliebt ist auch der Genuss mit einem Stück braunem Zucker oder einem Löffel
fruchtiger Marmelade, die in den Mund genommen wird und über die der bittere und
starke Tee geschlürft wird. In Mittelasien (Süd-Kasachstan, Kirgisien,
Usbekistan, Turkmenistan, Tadschikistan) wird fast ausschließlich der Grüne Tee
getrunken.
Schottland
Wenn die Schotten ein Tasse Tee genießen, geben sie erst ein wenig (manchmal
auch etwas mehr) Whisky in die Tasse, streuen etwas Zucker darüber, übergießen
die Mischung mit starkem heißem Tee und garnieren das Ganze mit Sahne.
Quelle: www.tee.de |