Wie ein Tag am Meer
 

Fotokiste - Zoologische Gärten

Einige werden jetzt sicher aufschreien - "Wie kann man nur eingesperrte Tiere in Zoos ablichten und Zoos auch noch durch Eintritt finanziell unterstützen?". Ja, es stimmt: Einige Tierschützer kritisieren die Haltung von – oftmals seltenen – Wildtieren in zoologischen Gärten. Den meist nicht domestizierten Tieren werde in den Käfigen und Gehegen verunmöglicht, ihre natürlichen Verhaltensweisen auszuleben. Bei wissenschaftlichen Untersuchungen von Zootieren wurden vereinzelte Verhaltensstörungen festgestellt, die als Folge dieser Haltung angesehen werden können. Die Tierschützer kritisieren weiter, dass noch immer wilde Tiere für zoologische Gärten gefangen und exportiert würden, dass überzählige Jungtiere getötet würden und manche Tierarten wie Elefanten gewaltsam dressiert würden. Diese Kritikpunkte beziehen sich meist auf Zoos im allgemeinen, während insbesondere die wissenschaftlich geleiteten Zoos darauf verweisen, dass der Begriff "Zoo", außer in der EU, nicht geschützt sei und unter diesem Begriff auch zahlreiche Schwarze Schafe bis hin zu Wandermenagerien der Zirkusse und Tierhändler firmieren. Einzelfälle dürften nicht auf alle Zoos übertragen werden. Und so sehe ich in Zoos: Artenerhalt, Artenschutz und natürlich auch die Möglichkeit der Naherholung sowie eben der Beobachtung der Tiere, die man sonst wohl nie zu Gesicht bekommen hätte.

Die Schwerpunktaufgaben eines Zoos haben sich im Laufe der Geschichte von der einfachen Ausstellung exotischer Tiere hin zur Erforschung von Tierarten sowie der Erhaltungszucht verschoben. Der Begründer der Tiergartenbiologie, Professor Dr. Heini Hediger (Direktor in den Zoos von Basel, Bern und Zürich), definierte schon vor fast 60 Jahren die Hauptaufgaben der Zoos als

1. Naturschutz,
2. Bildung,
3. Forschung und
4. Erholung.

Daran hat sich nichts geändert. Vor allem der Natur- und Artenschutz steht bei den weitaus meisten wissenschaftlich geführten Zoos heute im Vordergrund. So betreuen und finanzieren viele Zoos heute eigene Schutzprojekte in Situ, also im Lebensraum der Wildtiere.

Und so kommt es halt, dass ich heute gern in den Zoo gehe - immer mit dabei: die Digicam, um Tiere und andere Dinge, die mir ins Auge springen festzuhalten.
Da es ja "langweilig" wäre immer nur den gleichen Zoo aufzusuchen, war ich natürlich in verschiedenen Zoos - und werde das auch in Zukunft so halten.
 
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